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KI & Umwelt: Wenn „Green IT“ zu einem Auswahlkriterium (und einer guten Business-Praxis) wird

3. März 2026

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Lange Zeit war bei der Wahl eines KI-Tools durch ein Unternehmen die Frage Nr. 1: „Wohin gehen meine Daten?“

Heute taucht eine weitere Frage immer häufiger in den Lastenheften auf: „Welche Umweltauswirkungen hat diese KI?“

Das ist eine wichtige und positive Veränderung. Denn eine nützliche KI sollte nicht nur leistungsfähig und sicher sein, sie muss auch ressourcenverantwortlich sein.

Bei Specgen sehen wir diese Entwicklung sehr deutlich. In vielen Projekten bleibt Vertraulichkeit unverzichtbar … aber sie ist nicht mehr die einzige Anforderung. Organisationen suchen inzwischen nach sparsameren Ansätzen: weniger unnötige Rechenleistung, weniger Netzwerkaustausch und eine besser optimierte Infrastruktur.


Green IT: 5 einfache (und sehr wirksame) Kriterien für Ihre Checkliste

Hier sind Green-IT-Kriterien, die man in Unternehmen immer häufiger sieht.

1) Unnötige API-Aufrufe begrenzen
Jede Anfrage hat Kosten: serverseitige Rechenleistung, Netzwerkverkehr, Latenz, Logs, Retries usw.
Unnötige Aufrufe (Polling, permanenter Autopilot, automatische Aktualisierungen) zu reduzieren, ist oft einer der unmittelbarsten Hebel.
Capgemini treibt übrigens auch nutzungsseitig Ansätze zur Ressourcenschonung voran. Ein aktueller Artikel erklärt zum Beispiel, wie „effizientere“ Prompting-Praktiken dazu beitragen können, Verbrauch und Emissionen zu senken – bei gleichbleibender Performance.

2) „Lift-and-Shift“ ohne Ökodesign vermeiden
In die Cloud zu migrieren reicht nicht aus, wenn die Anwendung ineffizient bleibt: Capgemini weist darauf hin, dass ein „Lift-and-Shift“ einen Teil der Vorteile zunichtemachen kann, wenn die Architektur nicht mit einer nachhaltigen Logik neu gedacht wird (Green-Cloud-Architektur, bessere Ressourcennutzung).

3) Den Austausch zwischen den Schichten optimieren (Front, Back, KI, Speicher)
Weniger Netzwerk-Geplapper = weniger Verbrauch und oft mehr Geschwindigkeit.
Intelligentes Caching, Batching, Kompression, passende Formate … das sind technische Details, aber im großen Maßstab verändert das alles.
4) Transparente und engagierte Infrastrukturen wählen
Cloud-Anbieter und Rechenzentren sind in Bezug auf die ökologische Rückverfolgbarkeit nicht gleichwertig. Klare Verpflichtungen (Ziele, CO₂-arme Energiefaktoren, Reporting) erleichtern die Governance.

5) Den Menschen in den Mittelpunkt „kostspieliger“ Maßnahmen stellen
Eines der besten Green-IT-Prinzipien: Rechenleistung nur dann auslösen, wenn sie nützlich ist.


Unser Ansatz bei Specgen: eine ressourcenschonende (und kontrollierte) verantwortungsvolle KI

1) Kein permanenter „Autopilot“, jede Aktion wird vom Menschen ausgelöst
Jede Aktion der KI wird vom Nutzer ausgelöst und gesteuert, „Human in the Loop“.
Vermeiden Sie es, GPU-/CPU-Leistung laufen zu lassen, wenn niemand sie braucht.
Wir haben Specgen optimiert, indem wir unnötige automatische Austauschvorgänge entfernt haben: keine „Hintergrund“-Anfragen, die kontinuierlich laufen „nur für den Fall“. Ergebnis: weniger Aufrufe, weniger Rechenleistung, mehr Kontrolle.
Das ist eine gute Green-IT-Praxis … und eine gute fachliche Praxis: KI-Aktionen werden nützlich, erklärbar und am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet.

2) Keine externe API: warum das ein Plus ist (ökologisch und Sicherheit)
Wenn eine Lösung von externen APIs abhängt, kommt hinzu:
• zusätzliche Netzwerkübertragungen,
• unkontrollierbare Verarbeitungsschichten,
• Latenz und Retries,
• Abhängigkeiten, die die Governance erschweren.
Indem man in einer beherrschten Kette bleibt, reduziert man sowohl das Risiko als auch die Verschwendung (Traffic + Rechenleistung) und vereinfacht zugleich die Compliance.

3) On-Premises: GPU-Optimierung, um „weniger ressourcenhungrig“ zu hosten
Für On-Premises-Deployments haben wir die Ausführung optimiert, um die GPU-Ressourcen besser zu nutzen und eine Überdimensionierung zu vermeiden.
Das Ziel ist klar: ein weniger ressourcenintensives und kostengünstigeres Hosting zu ermöglichen, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.
Eine spezialisierte und korrekt dimensionierte KI vermeidet häufig redundante Aufrufe und unnötige Verarbeitungen, während ein „generalistischer“ und nicht kontrollierter KI-Einsatz zu Mehrverbrauch führen kann. Der wichtigste Hebel bleibt die Konzeption und die Nutzung.

4) Cloud: Hosting in Frankreich bei OVHcloud, mit veröffentlichten (und vergleichbaren) Kennzahlen
Für unsere Kunden im Cloud-Modus haben wir uns für ein Hosting in Frankreich entschieden, insbesondere bei OVHcloud. Diese Entscheidung stützt sich auch auf veröffentlichte und leicht vergleichbare Umweltindikatoren.
Für das Geschäftsjahr FY2025 kommuniziert OVHcloud insbesondere:
• PUE der Gruppe: 1,24 (Energieeffizienz). Als Orientierung: Der Branchendurchschnitt liegt bei etwa 1,56.
• WUE Gruppe: 0,34 L/kWh (Wassereffizienz). Eine in der Branche häufig genannte Größenordnung liegt bei etwa 1,8–1,9 L/kWh. • REF: 100% (Renewable-Energy-Faktor, nach einer standardisierten Methodik).


Fazit: „Green KI“ = Performance + Ressourcenschonung + Kontrolle

Was sich heute ändert, ist, dass digitale Suffizienz kein „Bonus“ mehr ist: Sie ist eine geschäftliche Anforderung.

Ein KI-Tool auszuwählen bedeutet daher, zwischen 3 Säulen abzuwägen:
1. Sicherheit & Vertraulichkeit
2. Effizienz & operativer Mehrwert
3. Umweltauswirkungen & Suffizienz

Bei Specgen sind wir der Meinung, dass man alle drei erreichen kann. Eine nützliche, leistungsfähige und sichere KI … ohne automatischen Verschwendungsmechanismus und mit einer Infrastruktur, die mit den Anforderungen an Souveränität und Umwelt im Einklang steht.